Wissenschaftlicher Hintergrund: PSC-17 (Eltern)
Über diesen Test
Der PSC-17 ist eine von Gardner und Kolleg:innen (1999) entwickelte Kurzform des ursprünglichen, 35 Items umfassenden Pediatric Symptom Checklist von Jellinek und Murphy (1988). In einer Vergleichsstudie mit dem deutlich längeren Child Behavior Checklist (CBCL) an 269 Kindern zeigte der PSC-17 eine vergleichbare Erkennungsgüte bei einem Bruchteil des Umfangs (Gardner et al., 2007). Die drei Subskalen korrelieren mit unterschiedlichen klinischen Bildern: Aufmerksamkeit mit ADHS, internalisierende Symptome mit Angst- und depressiven Störungen, externalisierende Symptome mit oppositionellem und aggressivem Verhalten. Wie jedes kurze Screening ersetzt der PSC-17 keine ausführliche Diagnostik – seine Sensitivität liegt je nach Störungsbild bei etwa 42–73 %.
Dimensionen
Gesamtscore
Summenwert über alle 17 Items (0–34 Punkte). Auffällig ab 15 Punkten.
Aufmerksamkeit
Hinweise auf Aufmerksamkeits- und Impulsivitätsprobleme (kann mit ADHS/ADS in Zusammenhang stehen).
Internalisierende Symptome
Hinweise auf nach innen gerichtete Belastung wie Traurigkeit, Sorgen oder Rückzug (kann mit Angst- oder depressiven Symptomen in Zusammenhang stehen).
Externalisierende Symptome
Hinweise auf nach außen gerichtetes, oppositionelles oder aggressives Verhalten.
Quellen & Lizenz
Gardner, W., Murphy, M., Childs, G., Kelleher, K., Pagano, M., Jellinek, M., ... & Chiappetta, L. (1999). The PSC-17: A brief pediatric symptom checklist with psychosocial problem subscales. A report from PROS and ASPN. Ambulatory Child Health, 5, 225–236.
Der PSC-17 darf laut offizieller Angabe frei reproduziert werden („PSC-17 may be freely reproduced“). Die deutschen Formulierungen sind eine eigene, nicht klinisch validierte Übersetzung der englischen Originalitems.
https://www.massgeneral.org/psychiatry/treatments-and-services/pediatric-symptom-checklist
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