Gefühle & Essen
Gefühle & Essen
Ein Arbeitsheft zum SCOFF: das eigene Verhältnis zum Essen bewusst reflektieren, zu einem regelmäßigen Rhythmus zurückfinden und den ersten Schritt zu einem Gespräch vorbereiten – über vier Wochen, bewusst ohne Kalorien- oder Mengenangaben.
4,00 € · 10 Seiten, A4, PDF
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Der SCOFF besteht aus nur fünf Ja/Nein-Fragen und wird in der hausärztlichen Versorgung als sehr kurzes erstes Screening für mögliche Anzeichen einer Essstörung eingesetzt. Er ist ein Screening, keine Diagnose. Dieses Heft übersetzt das in vier Wochen behutsame Arbeit: das eigene Verhältnis zum Essen reflektieren, zu einem regelmäßigen Rhythmus zurückfinden statt weiter zu kontrollieren, und den oft schwersten Schritt vorbereiten – darüber mit jemandem zu sprechen. Bewusst ohne Kalorien-, Mengen- oder Gewichtsangaben: Dieses Heft ist kein Diät- oder Tracking-Tool und soll auch nicht wie eines benutzt werden. Es ersetzt keine ärztliche, psychotherapeutische oder ernährungsmedizinische Behandlung, kann sie aber gut vorbereiten oder begleiten.
Was drin ist
- So nutzt du das Heft – was der SCOFF misst, wie das Ergebnis zu lesen ist und wann fachliche Hilfe sinnvoll ist
- Standortbestimmung: dein SCOFF-Ergebnis notieren und deine aktuellen Gedanken zum Essen kurz festhalten
- Gefühls- und Situationsprotokoll: eine Woche lang Situationen und Gefühle rund ums Essen festhalten – bewusst ohne Kalorien- oder Mengenangaben
- Regelmäßig essen: einen einfachen Rhythmus fester Essenszeiten finden, statt Mahlzeiten auszulassen
- Warum Diäten und Kalorienzählen nicht helfen: verstehen, warum strikte Kontrolle das Essverhalten oft eher verschärft als verbessert
- Worüber ich sprechen möchte: ein Gespräch mit einer Vertrauensperson vorbereiten, auch wenn Scham im Weg steht
- Blick auf Social Media: Inhalte kritisch prüfen, die Körperbilder oder Diäten glorifizieren
- Woche planen und Rückblick: kleine Schritte festlegen, das Protokoll auswerten, den SCOFF erneut ausfüllen
- Hinweise und Quelle

Kostenlose Vorschau: Gefühls- und Situationsprotokoll (Seite 4)
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Wissenschaftliche Grundlage
- Morgan, J. F., Reid, F., & Lacey, J. H. (1999). The SCOFF questionnaire: Assessment of a new screening tool for eating disorders. BMJ, 319(7223), 1467–1468. — Die fünf SCOFF-Fragen wurden im Originalartikel vollständig veröffentlicht und sind seither frei für klinische und Forschungszwecke nutzbar. Die deutschen Formulierungen sind eine eigene, nicht klinisch validierte Übersetzung der englischen Originalitems.
- Polivy, J., & Herman, C. P. (1985). Dieting and binging: A causal analysis. American Psychologist, 40(2), 193–201. — Als Beleg dafür referenziert, dass strikte Diätkontrolle (kognitiv gesteuertes statt körperlich reguliertes Essen) das Risiko für Kontrollverlust und Essanfälle erhöhen kann – die wissenschaftliche Grundlage dafür, warum dieses Heft bewusst zu regelmäßigem Essen statt zu weiterer Kontrolle anleitet.
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