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Wissenschaftlicher Hintergrund: Substanzkonsum (Jugendliche)

Über diesen Test

Der CRAFFT wurde vom Center for Adolescent Substance Abuse Research (CeASAR) am Boston Children's Hospital entwickelt und ist eines der am besten validierten Kurz-Screenings für riskanten Substanzkonsum im Jugendalter. In einer Re-Evaluation anhand von DSM-5-Kriterien (Mitchell et al., 2014) stieg der Anteil der Personen mit einer diagnostizierbaren Substanzgebrauchsstörung mit der Anzahl der „Ja“-Antworten deutlich an (von 32 % bei einer „Ja“-Antwort auf über 90 % bei vier oder mehr). Ein Wert von 2 oder mehr gilt als Hinweis auf ein ernstzunehmendes Problem, das eine weitere Abklärung nahelegt.

In der Originalvalidierungsstudie von Knight und Kolleg:innen (2002) erwies sich ein Schwellenwert von 2 oder mehr als optimaler Kompromiss zur Erkennung einer diagnostizierbaren Substanzgebrauchsstörung bei 14- bis 18-Jährigen (Sensitivität 80 %, Spezifität 86 %). Bei der spezifischeren Frage nach einer Abhängigkeit von Alkohol oder anderen Substanzen fiel derselbe Schwellenwert in Folgestudien sogar noch trennschärfer aus (Sensitivität 92 %, Spezifität 80 %) – der CRAFFT erkennt also besonders zuverlässig die schwereren Fälle.

Dimensionen

CRAFFT-Score

Anzahl der „Ja“-Antworten auf die sechs CRAFFT-Fragen (0–6).

Quellen & Lizenz

  • Knight, J. R., Sherritt, L., Shrier, L. A., Harris, S. K., & Chang, G. (2002). Validity of the CRAFFT substance abuse screening test among adolescent clinic patients. Archives of Pediatrics & Adolescent Medicine, 156(6), 607–614.

    Der CRAFFT ist laut offizieller Angabe des CeASAR (Boston Children's Hospital) frei nutzbar, auch für die digitale/elektronische Einbindung. Die deutschen Formulierungen sind eine eigene, nicht klinisch validierte Übersetzung der englischen Originalitems. Copyright John R. Knight, MD, Boston Children's Hospital.

    https://crafft.org/
Dieser Fragebogen dient ausschließlich der Selbsteinschätzung und ersetzt keine ärztliche oder suchtmedizinische Diagnose. Bei Werten im auffälligen Bereich oder wenn dich dein eigener Konsum beunruhigt, sprich mit einer Ärztin/einem Arzt, einer Vertrauensperson oder wende dich an die Sucht- und Drogenhotline (01806 313031) bzw. die Nummer gegen Kummer für Jugendliche (116 111, kostenfrei und anonym).

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