Wissenschaftlicher Hintergrund: Angst
Über diesen Test
Der GAD-7 wurde von Spitzer, Kroenke, Williams und Löwe (2006) entwickelt und ist – neben dem PHQ-9 – eines der am besten untersuchten und am häufigsten eingesetzten Screening-Instrumente der klinischen Psychologie. Studien zeigen gute interne Konsistenz (Cronbachs Alpha meist über .89) sowie gute Sensitivität und Spezifität nicht nur für generalisierte Angststörungen, sondern auch als allgemeiner Indikator für Panikstörung, soziale Phobie und posttraumatische Belastungsstörung. Die deutsche Fassung ist Teil des validierten Gesundheitsfragebogens für Patienten (PHQ-D). Der GAD-7 ist ein Screening- und Verlaufsinstrument, keine eigenständige Diagnosestellung.
In der ursprünglichen Validierungsstudie an einer großen hausärztlichen Stichprobe erreichte der Schwellenwert von 10 Punkten das beste Verhältnis aus Sensitivität (89 %) und Spezifität (82 %). Wichtig für die Einordnung: Diese Kennwerte gelten nicht automatisch für jede Population. Eine spätere Untersuchung an einer psychiatrischen Stichprobe (Menschen, die bereits wegen einer anderen psychischen Erkrankung in Behandlung waren) fand für denselben Schwellenwert eine deutlich schwächere Trennschärfe (Sensitivität 74 %, Spezifität 54 %) – ein Hinweis darauf, dass Screening-Kennwerte immer auch von der untersuchten Gruppe abhängen, nicht nur vom Fragebogen selbst.
Dimensionen
Angstsymptomatik (Gesamtscore)
Summenwert über alle sieben Symptombereiche (0–21 Punkte).
Quellen & Lizenz
Spitzer, R. L., Kroenke, K., Williams, J. B. W., & Löwe, B. (2006). A brief measure for assessing generalized anxiety disorder: The GAD-7. Archives of Internal Medicine, 166(10), 1092–1097.
GAD-7 ist gemeinfrei (public domain) und darf ohne Genehmigung reproduziert, übersetzt und verwendet werden.
https://www.phqscreeners.comJohnson, S. U., Ulvenes, P. G., Øktedalen, T., & Hoffart, A. (2019). Psychometric properties of the General Anxiety Disorder 7-Item (GAD-7) Scale in a heterogeneous psychiatric sample. Frontiers in Psychology, 10, 1713.
Wissenschaftliche Publikation, zitiert als Beleg für die populationsabhängige Trennschärfe.
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