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Wissenschaftlicher Hintergrund: Selbstwert

Über diesen Test

Die Skala wurde 1965 von dem Soziologen Morris Rosenberg entwickelt und ist bis heute das am häufigsten verwendete Instrument zur Erfassung des globalen Selbstwertgefühls in der psychologischen Forschung. Zahlreiche Studien in unterschiedlichsten Ländern und Sprachen belegen eine sehr gute interne Konsistenz (Cronbachs Alpha meist über .85) sowie stabile Retest-Reliabilität. Die Skala misst bewusst ein eindimensionales, globales Selbstwertgefühl und keine einzelnen Facetten wie Kompetenzerleben oder Körperbild.

In der Methodenforschung wird seit Langem diskutiert, ob die Skala wirklich nur eine Dimension misst: Weil fünf der zehn Items positiv und fünf negativ formuliert sind, finden manche Studien statt eines einzelnen Faktors zwei separate Faktoren für „Selbstakzeptanz“ und „Selbstabwertung“ – vermutlich, weil negativ formulierte Items unabhängig vom eigentlichen Selbstwert etwas anders beantwortet werden als positiv formulierte. Aktuelle große Studien mit sogenannten Bifaktor-Modellen bestätigen, dass unter dieser Formulierungs-Eigenheit weiterhin ein gemeinsamer, substanzieller Globalfaktor steht, den die Auswertung hier abbildet. Die deutsche Fassung wurde von von Collani und Herzberg (2003) revidiert und an großen deutschen Stichproben validiert.

Dimensionen

Globales Selbstwertgefühl

Summenwert über alle zehn Items (0–30 Punkte).

Quellen & Lizenz

  • Rosenberg, M. (1965). Society and the adolescent self-image. Princeton University Press.

    Die Rosenberg-Selbstwertskala ist gemeinfrei (public domain) und darf frei für Forschung und klinische Arbeit ohne Genehmigung verwendet werden. Die deutschen Formulierungen sind eine eigene, nicht klinisch validierte Übersetzung der englischen Originalitems.

    https://www.chla.org/rosenberg-self-esteem-scale
  • von Collani, G., & Herzberg, P. Y. (2003). Eine revidierte Fassung der deutschsprachigen Skala zum Selbstwertgefühl von Rosenberg. Zeitschrift für Differentielle und Diagnostische Psychologie, 24(1), 3–7.

    Wissenschaftliche Publikation, zitiert als Beleg für die deutsche Validierung.

Dieser Test ist ein Selbsterkundungs-Instrument und keine klinische oder diagnostische Beurteilung. Er ersetzt keine Beratung durch Psycholog:innen oder Psychotherapeut:innen.
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