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RAADS-R

Ritvo Autism Asperger Diagnostic Scale-Revised (RAADS-R)

Wissenschaftlicher Hintergrund →

Der RAADS-R fragt bei jeder Aussage nicht nur, ob sie aktuell zutrifft, sondern auch, ob sie bereits vor dem 16. Lebensjahr zutraf – da sich autistische Merkmale in der Kindheit entwickeln, auch wenn sie erst im Erwachsenenalter erkannt werden. Der Test ist für Erwachsene (ab 16 Jahren) gedacht und dauert je nach Lesegeschwindigkeit 15–30 Minuten.

Vergleichsbasis: 🏥 Klinische Stichprobe · Wissenschaftlich definierter Schwellenwert

Bereit für den Test?

80 Aussagen · ca. 20 Minuten

Dieser Test ist ein Selbsterkundungs-Instrument und keine klinische oder diagnostische Beurteilung von Autismus. Autistische wie nicht-autistische Menschen können sowohl über- als auch unterhalb der genannten Schwellenwerte liegen. Eine Einordnung, ob eine Autismus-Spektrum-Störung vorliegt, kann ausschließlich im Rahmen einer fachlichen Diagnostik durch spezialisierte Psycholog:innen oder Ärzt:innen erfolgen.

Wichtig für die Interpretation

Screening heißt nicht Diagnose. Ein Wert über dem Schwellenwert von 65 bedeutet nicht „Autismus“ – er bedeutet, dass eine fachliche Abklärung sinnvoll sein kann. Ein niedriger Wert schließt Autismus umgekehrt nicht aus; ausgeprägtes „Masking“ kann ihn senken (siehe CAT-Q). Es gibt keine eigens validierte deutsche RAADS-R-Fassung; für eine tatsächliche Diagnostik im deutschsprachigen Raum sind etablierte Verfahren wie ADOS-2 und ADI-R vorgesehen. Die diagnostische Trennschärfe der RAADS-R wird in der aktuellen Forschung kritisch diskutiert, und der Gesamtwert fasst vier unterschiedliche Merkmalsbereiche zusammen – er ist kein einzelner „Autismus-Wert“.

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